Weihnachts-Apfelgelee mit Zimt und Orange selber kochen
Ein klarer Apfelsaft, der langsam durchs Tuch tropft, ist der Schlüssel zu Weihnachts-Apfelgelee mit feiner Würze. Zimt, Nelke und ein Streifen Orangenschale ziehen im Saft und geben ihm ein warmes Aroma, während der frische Geschmack der Äpfel erhalten bleibt. Das Gelee passt auf den Frühstückstisch, macht sich aber auch als kleines selbstgemachtes Geschenk gut. An diesem Rezept ist besonders, dass die Gewürze nur mitziehen und anschließend entfernt werden. So bleibt das Gelee klar und bekommt keine trüben Partikel von gemahlenem Zimt. Sie erfahren, wie Sie den Apfelsaft ohne Entsafter gewinnen, warum Sie die gekochten Früchte nicht auspressen sollten und wie viel Gelierzucker Sie passend zur Saftmenge brauchen. Dazu kommen Hinweise zum Geliertest, zum Abfüllen in saubere Gläser und zu einfachen Anpassungen, falls Ihre Äpfel sehr süß oder besonders säuerlich sind. Für etwa vier Gläser brauchen Sie rund zwei Stunden, wobei der Saft einen Teil davon von allein abläuft.

Weihnachts-Apfelgelee mit Zimt und Orange
Weihnachts-Apfelgelee wird klar, wenn der gekochte Apfelsaft langsam durch ein Tuch abläuft und dabei nicht ausgepresst wird. Zimt, Nelke und Orangenschale geben dem Gelee eine warme Würze, ohne den frischen Apfelgeschmack zu überdecken. Das Rezept ergibt etwa vier Gläser zu je 200 Millilitern. Planen Sie für das Entsaften und Kochen insgesamt ungefähr zwei Stunden ein, davon läuft ein Teil ohne aktive Arbeit.
Zutaten und ihre Aufgaben
- 1,5 kg Äpfel: Säuerliche Sorten wie Boskoop oder Elstar schmecken kräftig. Ein Teil leicht unreifer Äpfel hilft beim Gelieren, weil sie mehr natürliches Pektin enthalten. Sehr süße, vollreife Äpfel können Sie mit einem säuerlichen Apfel ausgleichen.
- 750 ml Wasser: Es löst beim Kochen den Saft aus den Äpfeln. Ersetzen Sie es nicht durch Apfelsaft, sonst wird das Gelee schnell zu süß und der Apfelgeschmack weniger frisch.
- 1 Zimtstange und 3 ganze Nelken: Ganze Gewürze lassen sich nach dem Ziehen leicht entfernen. Für eine mildere Würze nehmen Sie nur eine Nelke; gemahlene Gewürze sind möglich, trüben das Gelee aber.
- 1 Streifen unbehandelte Orangenschale und 2 EL Zitronensaft: Die Schale bringt ein feines Zitrusaroma, der Zitronensaft unterstützt die Gelierung. Alternativ passt Zitronenschale, wenn Sie den Orangengeschmack weglassen möchten.
- 500 g Gelierzucker 2:1 je 600 ml gewonnenem Apfelsaft: Wiegen Sie den Saft ab und richten Sie die Menge danach aus. Haben Sie zum Beispiel 750 ml Saft, verwenden Sie 625 g Gelierzucker. Der Zucker konserviert und sorgt zusammen mit dem Pektin für die feste Konsistenz.
Schritt für Schritt kochen
- Gläser vorbereiten: Waschen Sie vier kleine Schraubgläser und ihre Deckel heiß mit Spülmittel aus. Stellen Sie die Gläser zum Sterilisieren für zehn Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser oder erhitzen Sie sie bei 120 °C im Backofen. Nehmen Sie sie erst kurz vor dem Befüllen heraus und stellen Sie sie auf ein sauberes Küchentuch.
- Äpfel schneiden: Waschen Sie die Äpfel gründlich, entfernen Sie beschädigte Stellen und schneiden Sie das Fruchtfleisch samt Schale und Kerngehäusen in Stücke. Schale und Kerngehäuse enthalten Pektin und bleiben beim Entsaften im Topf. Faule oder schimmelige Stellen müssen vollständig weg.
- Fruchtstücke auskochen: Geben Sie Äpfel, Wasser, Zimtstange, Nelken und Orangenschale in einen großen Topf. Bringen Sie alles zum Kochen, reduzieren Sie dann die Hitze und lassen Sie die Mischung bei geschlossenem Deckel etwa 30 Minuten leise köcheln. Rühren Sie gelegentlich um. Die Stücke sollen weich sein und zerfallen, aber nicht trocken am Topfboden sitzen. Bei Bedarf geben Sie einen kleinen Schuss Wasser dazu.
- Saft ablaufen lassen: Legen Sie ein sauberes Passiertuch oder ein feinmaschiges Geleebeutel-Tuch über eine große Schüssel. Gießen Sie die Apfelmasse hinein und lassen Sie den Saft mindestens 45 Minuten abtropfen. Drücken Sie das Tuch nicht aus: Das bringt zwar mehr Flüssigkeit, macht das Gelee jedoch trüb. Für ein besonders klares Ergebnis können Sie den Saft anschließend durch ein zweites, sauberes Tuch laufen lassen.
- Saft abmessen und kochen: Messen Sie den gewonnenen Saft ab und geben Sie ihn mit der passenden Menge Gelierzucker und dem Zitronensaft in einen sauberen Topf. Entfernen Sie vorher die Gewürze, falls sie noch im Saft liegen. Rühren Sie, bis sich der Zucker verteilt hat, und bringen Sie die Mischung unter Rühren kräftig zum Kochen. Kochen Sie sie nach Packungsangabe, meist drei bis vier Minuten sprudelnd. Ein breiter Topf hilft, dass die Flüssigkeit gleichmäßig erhitzt wird.
- Gelierprobe machen: Geben Sie einen Teelöffel Gelee auf einen zuvor gekühlten Teller. Wird die Oberfläche nach etwa einer Minute fest und läuft beim Neigen nur langsam, ist das Gelee fertig. Bleibt es dünn, kochen Sie es eine weitere Minute und prüfen erneut. Kochen Sie nicht unnötig lange, sonst kann das Ergebnis zäh werden.
- Heiß abfüllen: Schöpfen Sie den Schaum vorsichtig ab. Füllen Sie das Gelee mit einem Trichter bis knapp unter den Glasrand ein und wischen Sie klebrige Reste mit einem sauberen Tuch ab. Verschließen Sie die Gläser sofort. Lassen Sie sie aufrecht und ungestört abkühlen.
Servieren, Aufbewahren und Anrichten
Nach dem Abkühlen wird das Gelee innerhalb einiger Stunden fester. Beschriften Sie die Gläser mit Inhalt und Datum. Non-Alcoholic Lagern Sie ungeöffnete Gläser kühl und dunkel; nach dem Öffnen gehören sie in den Kühlschrank und sollten mit einem sauberen Löffel entnommen werden. Wenn ein Deckel nicht dicht sitzt oder das Gelee ungewöhnlich riecht, verwenden Sie es nicht. Für Vorrat außerhalb des Kühlschranks richten Sie sich nach einem geprüften Einkochverfahren und den Hinweisen des verwendeten Gelierzuckers.
Auf frischem Weißbrot schmeckt das Gelee besonders gut, weil die säuerliche Apfelnote neben Butter deutlich bleibt. Es passt auch zu Scones, Pfannkuchen oder einer Käseplatte mit mildem Weichkäse. Für ein kleines Geschenk füllen Sie das Gelee in niedrige Gläser, binden nach dem Abkühlen ein Stück Stoff über den Deckel und ergänzen ein Etikett mit der Gewürzmischung. Ein dünner Streifen Orangenschale im Glas sieht hübsch aus, kann aber die klare Farbe beeinträchtigen; geben Sie ihn deshalb nur dazu, wenn Ihnen die Optik weniger wichtig ist als ein stärkeres Zitrusaroma.

Weihnachts-Apfelgelee verbindet den frischen Geschmack von Äpfeln mit Zimt, Nelke und einem Hauch Orange. Wenn der Saft langsam durch das Tuch läuft und nicht ausgepresst wird, bleibt das fertige Gelee klar; die abgestimmte Gelierzuckermenge hilft Ihnen, es zuverlässig einzukochen. Probieren Sie das Rezept aus, sobald Sie säuerliche Äpfel bekommen, und nehmen Sie für eine mildere Würze einfach weniger Nelke. Ein kleiner Streifen Zitronenschale kann die Orange ersetzen. Auf frischem Brot schmeckt das Gelee ebenso gut wie zu einem Stück gereiftem Käse oder als Füllung für Plätzchen. Beschriften Sie die Gläser mit dem Einkochdatum, dann haben Sie auch ein schönes Mitbringsel für die Adventszeit. Teilen Sie gern in einem Kommentar, welche Apfelsorte Sie verwendet haben oder welche Gewürze bei Ihnen ins Glas kommen.

Weihnachts-Apfelgelee
Würziges Apfelgelee mit Zimt, Sternanis, Nelken und Vanille.
Zutaten
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1000 ml Apfelsaft
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500 g Gelierzucker 2:1
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Saft einer halben Zitrone
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1 Zimtstange
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2 Sternanis
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3 Nelken
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1 Vanilleschote
Anweisungen
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Schritt 1
Vanilleschote längs aufschneiden. Apfelsaft mit Zimt, Sternanis, Nelken und Vanille kurz aufkochen, vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen. -
Schritt 2
Saft durch ein Sieb gießen. Mit Zitronensaft und Gelierzucker in einem Topf verrühren und nach Packungsangabe sprudelnd kochen. -
Schritt 3
Gelierprobe machen, Gelee heiß in saubere Gläser füllen und verschließen.
Wichtige Informationen
Nährwerte (Pro Portion)
Es ist wichtig, diese Informationen als ungefähr zu betrachten und nicht als definitive Gesundheitsberatung zu verwenden.
Allergie-Informationen
Bitte überprüfen Sie die Zutaten auf mögliche Allergene und konsultieren Sie bei Zweifeln einen Gesundheitsfachmann.





